Glückstadt: Ein Nachmittag unter Schafen.

Aktualisiert: 28. Sept. 2020

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Um ehrlich zu sein, wollten wir eigentlich gar nicht nach Glückstadt. Als Nordlicht kannte ich bisher nur Glücksburg. Glückstadt – was gibt's dort eigentlich? Eine Menge Schafe auf jeden Fall. Auf einem wunderschönen Deich, ganz in der Nähe von einem niedlichen kleinen Hafen, eine süße Innenstadt und einen gemütlichen Park. Etwa 45 Minuten dauert die Anfahrt mit dem Auto ab Hamburg. Was will man für einen entspannten Nachmittag mehr? Nichts. Deswegen hat es die kleine Stadt direkt an der Elbe in die Kleine Nordzeit geschafft. Und so sah das Ganze dann bei der Ankunft aus:

Ich fand schon die kurze Reise über die Felder voller Schafe und Kühe auf den platten Wiesen ganz fantastisch. Man merkt sofort, dass es Richtung Nordsee geht. Alles sieht so wunderbar nordisch aus, die Schafe wirken tiefenentspannt und der erste Leuchtturm scheint gleich um die nächste Ecke zu sein. Einfach herrlich – die kleine Auszeit ist schon nach der kurzen Autobahnstrecke zum Greifen nahe.

Und als ich – in Glückstadt angekommen – den Brötchenknopf am Parkautomaten sah, da wusste ich: Das wird ein Nachmittag zum Seele baumeln lassen. Und genau so wurde es dann auch. Die Innenstadt ist wirklich süß, aber auch schnell gesehen. Wer einen großen Bummel durch Geschäfte machen möchte, ist an diesem verschlafenen Ort sicherlich an der falschen Stelle. Aber was man hier definitiv gut kann: schlemmen und es sich gut gehen lassen. Rund um den Marktplatz könnt ihr euch eines der vielen Lokale aussuchen und das Treiben beobachten. Und wenn ihr einmal über den Marktplatz, an der Kirche vorbei und über die Bahnschienen geht, dann erwartet euch ein kuscheliger Park mit vielen Sitzmöglichkeiten und einem richtig schönen Entenhaus. An heißen Tagen kann man sich hier sicherlich richtig schön unter den großen Bäumen im Schatten entspannen und den Enten beim Tauchen zusehen. Uns aber hat es weiter Richtung Wasser gezogen. Ich wollte unbedingt die schöne Lage der Stadt an der Elbe genießen. Und so führten uns die niedlichen Gassen schließlich zum klitzekleinen Binnenhafen. Eine Pommes und ein Bier, die Sonne im Gesicht und das Wasser im Blick – hier hätte ich ewig bleiben können.

Aber auch wenn es noch so gemütlich dort ist: Das Weitergehen lohnt sich. Denn wenn ihr den Ausläufer der Elbe entlang schlendert und den Deich seht, dann habt ihr mein absolutes Highlight erreicht. Lasst euch durch das verschlossene Tor und dem Zaun am Deich nicht abschrecken, das ist nur für die vielen wunderbaren Schafe da. Denn die spazieren gemächlich in einer großen Herde über den gesamten Deich. Mehr Norden geht nun wirklich nicht. Genießt die Bilder der fotogenen Deich-Wanderer und fahrt am besten gleich selber hin. Vielleicht mit einem Buch im Gepäck oder festen Schuhen, um der Elbe auf dem Deich gen Meer zu folgen. Ich stelle mir alles wunderschön vor.