Laboe: 1001 Segelschiffe und ein paar Sandkörner.

Aktualisiert: 4. Okt. 2020

----- enthält Werbung ------


Das kleine Ostseebad Laboe – das ist die Stadt mit dem schwierigen Namen und dem leichten Leben. Wie würdet ihr es aussprechen: oe oder ö? Für mich war das schon immer ein klarer Fall, weil ich ganz in der Nähe aufwachsen durfte. Für das Navi allerdings nicht. Es ist natürlich ein nordisches ö wie in Möwe.

Aber eigentlich ist das auch vollkommen egal, denn in Laboe zählt nur der Moment am Meer. Vor lauter Segelschiffen sieht man bei der Ankunft am Hafen kaum das Wasser. Fröhlich wippen sie auf und ab und warten darauf, von den schlendernden Passanten bestaunt zu werden. Immer gerne doch. Ich kenne das kleine gemütliche Örtchen schon so lange und trotzdem gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. An diesem Samstag sticht mir besonders die groß angekündigte Segeltour mit der Gefion ins Auge. Heute passt sie leider nicht in unseren kleinen Strandplan, aber ein Grund zum Wiederkehren ist doch immer etwas Schönes. Der nächste Plan steht also schon.

Gerade als ich eine besonders fotogene Möwe gefunden habe, die keine schmackhafte Gegenleistung fordert, trudelt die Fähre vom anderen Ufer ein. In der Kieler Förde könnt ihr nämlich ganz einfach Ufer-Hopping betreiben und euch aus der Kieler Innenstadt gemächlich von einem Anlegepunkt zum nächsten schippern lassen. Und wenn ihr ganz viel Glück habt, kommt euch die Stena Line oder Color Line entgegen. Sie gehören zu Kiel wie die Windjammerparade zur Kieler Woche.

An diesem Vormittag sind die letzten Sonnenstrahlen für dieses Wochenende angekündigt. Wir genießen sie in vollen Zügen. Schuhe aus, ab durch die Strandkörbe und ans Meer. Ein Strandspaziergang geht doch wirklich bei jedem Wetter. Und diese wunderbare Luft – ich kann sie jetzt noch riechen. Mehr Entspannung geht nicht. Die Füße im Wasser suchen wir den Horizont ab, entdecken einzigartige Muscheln und einen verlorenen Schuh mit einer fehlenden Geschichte.

Schon bald taucht in der Ferne das Marine-Ehrenmal auf. Riesig thront die Gedenkstätte über der Bucht und lädt Besucher zu ein paar informativen Stunden und zu einem wunderbaren Rundblick über die gesamte Förde ein.

Zwei Aufzüge oder 341 Stufen bringen euch das Ehrenmal hinauf. Und wenn ihr Laboe gänzlich kennenlernen möchtet, darf auch ein Besuch im Museums U-Boot nicht fehlen – ihr findet es auf einer Höhe mit dem Ehrenmal und natürlich direkt am Wasser.

Wer nach so vielen Geschichtshappen eine Stärkung braucht, bummelt einfach die Promenade entlang. Vom Fischbrötchen bis hin zum Bauernfrühstück gibt es reichlich Stärkung. Und so ein lüttes Softeis hat ja auch noch niemandem geschadet, oder?

Ich hoffe, der kleine Artikel über das Ostseebad Laboe hat euch auf den Geschmack gebracht. Vielleicht nimmt der ein oder andere von euch ja schon bald auf dieser gemütlichen Bank Platz, lauscht den Wellen und genießt das geschäftige Treiben auf der Kieler Förde.