Strandgeschichten: meine Top 3 Sehnsuchtsorte im Norden.

Aktualisiert: 7. Feb. 2021

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Es gibt Orte, zu denen wird man immer wieder zurückkehren. Weil sie voller Erinnerungen stecken und an jeder Ecke ein unvergesslicher Moment schlummert. Heute möchte ich euch mit an meine drei Sehnsuchtsorte nehmen: Der erste befindet sich in meiner Wahlheimat Hamburg und bietet ein perfektes Stadt-Strand-Paket: der Elbstrand in Övelgönne. Die anderen beiden Orte gehören schon seit ich denken kann zu meinem Leben: Schönberg und Grömitz. Schönberg bietet nach wie vorher alles, um den perfekten Strandtag im Sommer zu verleben. Vor allem als damalige Kielerin war der Schönberger Strand immer die erste Wahl, um schnell mal in den kleinen Urlaub zu entfliehen. Grömitz dagegen ist für mich der absolute Allrounder. Schon als Kind sind wir bei jedem Wetter mit der ganzen Familie an die Sonnenseite gefahren und an meiner Faszination für diesen Ort hat sich bis heute nichts geändert. Vielleicht entdeckt ihr unter meinen Top 3 ja auch einen neuen Sehnsuchtsort oder ihr schreibt mir euren einfach in die Kommentare. Und wer bis zum Ende liest, den erwartet auch noch eine kleine Überraschung. Für alle, die gerade nicht am Meer sein können.

1. Stadt trifft Strand: Elbstrand Övelgönne. Wenn ich am Elbstrand entlang spaziere, vor mir die dicken Pötte auf der Elbe und der gigantische Hafen, hinter mir die wunderschönen kleinen Häuschen – dann weiß ich genau, warum ich gerade in Hamburg lebe. Es sind diese Kontraste, die ich so sehr schätze. Ein kleiner Ausflug und schon bekommt man das gesamte Ausflugspaket fast direkt vor die Tür geliefert.

Unser kleiner Sonntagsausflug beginnt am Schröders Park und führt uns einmal durch den herrschaftlichen Park direkt runter an die Elbe zu dem Alten Schweden, einem riesigen Eiszeitfindling aus der Elbe.

Wir spazieren direkt am Wasser entlang, es ist bitterkalt, aber wunderschön an diesem seltenen Prachtexemplar von einem sonnigen Tag in Hamburg. Gerade fährt ein Schiff vorbei und produziert ungewöhnlich hohe Wellen auf der Elbe. Fast wie am Meer, denke ich kurz. Aber hier ist noch so viel mehr als das. Zum Beispiel die vielen kleinen süßen Häuschen entlang des Övelgönner Fußweges. Eines sieht gemütlicher als das andere aus und ich kann mir richtig gut vorstellen, in einem der vielen Wintergärten mit Blick auf die Elbe zu sitzen. Mit einem leckeren Tee auf dem Couchtisch neben mir und einem spannenden Buch in der Hand. Das wäre es jetzt! Wir schlendern an der Himmelsleiter vorbei und machen einen kurzen Abstecher zum Museumhafen von Övelgönne. Hier liegen viele ehemalige Berufsschiffe, die von der gemeinnützigen, privaten Organisation des Museumhafens Stück für Stück restauriert wurden. An diesen schönen Ort gelangt ihr übrigens auch direkt mit der Hafenfähre Linie 62 – praktisch, oder?

Als die Sonne langsam untergeht, erklimmen wir den Berg hoch zur Elbchaussee. Was für ein Ausblick! Während ich das Hafenspektakel bewundere, denke ich über meine „Nach-Corona-Liste" für Övelgönne nach. Das wird schön:


✔ An der Strandperle sitzen, Wein trinken und Schiffe gucken.

✔ Richtig gut essen mit Aussicht auf den Museumshafen.

✔ Ein Schiff aus dem Museumshafen mal von innen betrachten. (Hier muss man übrigens ein gutes Timing haben und jemanden auf dem Schiff „erwischen" und in einen Klönschnack verwickeln.)

✔ Die Oevelgönner Seekiste besuchen und spektakuläre Schätze der Seefahrt entdecken.

✔ Im Sommer am Elbstrand den Tag ausklingen lassen.

✔ Mit der Fähre in Övelgönne starten und einmal alle Stationen abfahren und genießen.

2. Abstecher nach Kalifornien und Brasilien: Schönberg. Hört sich exotisch an, ist es auch. Und das nicht nur im Sommer. Als Schleswig-Holsteiner kann man ganz ohne zu fliegen, aber wie im Fluge, nach Kalifornien und Brasilien gelangen. Denn beide Traumstrände sind Ortsteile von Schönberg, einem wunderschönen Ostseebad nur 20 km von Kiel entfernt. Und so schön sieht es dort selbst im Winter aus:

Diese Bilder von oben sehen so paradiesisch aus, doch in Wirklichkeit sind sie an einem eiskalten Dezembertag aufgenommen worden. Aber ich finde ja, dass jedes Wetter Strandwetter ist. Wie schön ist es, wenn man sich nach einem ausgiebigen Spaziergang am Meer eine heiße Schokolade macht und langsam die Wärme in den durchgefrorenen Körper zurückkehrt. In den Haaren hängt noch der Geruch nach Meer und das Rauschen der Wellen hat man immer noch eine Weile im Ohr. Und im Herzen. Ein echtes Küstenkind braucht keinen blauen Himmel, aber an diesem Tag hatten wir Glück. Und so konnten wir am Strand und am Deich ein bisschen Wintersonne tanken und die Stadtakkus wieder auftanken.

Natürlich lässt sich in Schönberg in anderen Zeiten noch viel mehr erleben. Dank meines küstennahen Heimatorts konnte ich schon viele schöne Tage dort erleben und ich kann es kaum erwarten, all diese Dinge wieder zu unternehmen und auch an diesem Ort noch neue Sachen zu entdecken:


✔ Mit einem Eis die 250 Meter lange Schönberger Seebrücke entlang schlendern.

✔ Mit dem Rad von Laboe über Schönberg bis nach Hohwacht fahren und ganz viele Kuchenstopps am Deich und den vielen gemütlichen Dörfern auf der Strecke einlegen. (Hört sich nach einem leckeren Artikel für den Sommer an.)

✔ Durch die Gassen der niedlichen Innenstadt schlendern, ganz ohne Ziel.

✔ Volleyball am Strand spielen.

✔ Eine brasilianische Nacht miterleben und mit einem Cocktail in der Hand den Sonnenuntergang erleben.

✔ Beim Sandburgen Festival die spektakulären Kunstwerke bewundern

✔ Mit der MS Dana über die Ostsee schippern.


Und wer sich genau wie ich fragt, woher die fabelhaften Strandnamen eigentlich stammen, für den kommt hier eine kleine Legende zum Schmunzeln: Einst soll ein Fischer an der Ostsee eine Schiffsplanke gefunden haben, auf der „California" zu lesen war. Stolz nagelte er seinen besonderen Strandfund an seine Haustür. Ein anderer, neidischer Fischer sah das und machte es ihm nach. Und so prangte von nun an das Wort „Brasilien" an seinem Haus. Und wir bekamen die traumhaften Strandnamen, die sich schon beim Aussprechen wie Urlaub anfühlen.


3. Auf der Sonnenseite: Grömitz. Selbst wenn es an diesem Ort in der Lübecker Bucht regnet oder stürmt, fühlt man sich wie auf der Sonnenseite angekommen. Weißer, feiner Sandstrand, eine wunderbare Seebrücke, eine Steilküste zum Staunen und eine Promenade zum Schlemmen. Dieser Ort bringt mich schon seit meiner Kindheit zum Strahlen.

Das Ostseeheilbad mit der schönen Sonne im Logo ist bei mir in der ganzen Familie unglaublich beliebt und gehört deswegen schon seit ich denken kann einfach dazu. Natürlich vorrangig aufgrund der wunderbaren Natur, der Lage am Meer – aber auch wegen der zahlreichen Möglichkeiten. Klingt vielleicht abgedroschen, aber hier ist wirklich für jedermann etwas dabei. Als Kind habe ich mit Blick auf den Strand jede Hüpfburg mitgenommen, habe Saltos auf den Trampolinen gedreht, bis mir schlecht wurde. Verlor fast jedes Minigolf-Match und habe beim Tollen durch den Strand jeden Gedanken daran wieder vergessen. Wir haben an der Promenade so ziemlich jedes Eis probiert und kannten jedes Geschäft. Grömitz hat sich schon immer wie eine zweite Heimat angefühlt.

Und obwohl die Besuche im Vergleich zu früher etwas weniger geworden sind, fasziniert mich dieser Ort noch immer. Wenn ich dort bin, kommen all die schönen Erinnerungen wieder hoch und zum Glück viele neue dazu. Sollte es dieses Jahr wieder möglich sein, kann ich euch nur ans Herz legen, an einem der zahlreichen Events teilzunehmen. Mein absolutes Highlight war bisher die Silent Disco bei der Veranstaltung Sonne, Strand und Sterne. Ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Event so verzaubert. Die Kopfhörer mit der Lieblingsmusik im Ohr, die tanzenden, lachenden Menschen um einen herum, einen leckeres Getränk in der Hand und die Füße im Sand oder sogar im Meer – ich kann euch sagen, es war ein traumhaftes Erlebnis.

Und davon gibt es etliche in Grömitz. Wenn ihr ein bisschen Vorfreude auf den Sommer braucht, dann stöbert doch mal durch den Veranstaltungskalender. Selbst wenn es dieses Jahr in dem Umfang keine Events geben wird, lohnt sich ein kleiner Ausflug auf die Sonnenseite allemal. Meine To-do-Liste ist auch so reichlich gefüllt:


✔ In einem Schlafstrandkorb übernachten.

✔ Endlich wieder Minigolf spielen, bei den immer gleichen Bahnen verzweifeln und ein großes Trosteis an der Promenade verputzen,

✔ Die sonnengelben Rapsfelder bestaunen.

✔ Auf der Schaukel am Meer die Zeit vergessen und danach in der Hängematte dösen.

✔ An einem stürmischen Tag die Steilküste entlang spazieren und nach Bernsteinen Ausschau halten.

✔ Mit der Tauchgondel an der Seebrücke die Tiefen der Ostsee erkunden.

✔ Mein leckeres Essen an der Promenade gekonnt vor den Möwen verteidigen und es in vollen Zügen genießen.

✔ Am Strand sitzen und nichts tun.

Habt ihr auch solch eine kleine Vorfreude-Liste für euren Sehnsuchtsort? Dann schreibt sie mir doch gerne in die Kommentare. Ich freue mich schon auf eure Tipps!


Und damit eure Sehnsucht nach Meer schon mal etwas gestillt wird, verlose ich gemeinsam mit Tourismus-Service Grömitz Postkarten von der Sonnenseite. Alle Infos dazu findet ihr bald auf meinem Facebook und Instagram Kanal! Ich freue mich schon, euch ein bisschen Meer nach Hause zu bringen.