Rooftopf Honey: Honigernte über den Dächern Hamburgs.

Für die meisten von uns gehört der leckere Honig morgens mit auf den Frühstückstisch. Doch bis er dort gold glänzend steht und verführerisch duftend auf unser Brötchen wandern kann, legt er einen langen Weg zurück. Dabei sind nicht nur die Bienchen extrem fleißig, sondern auch die Imker/innen. Ich durfte Rooftopf Honey einen Tag lang bei der Honigernte begleiten und miterleben, wie das begehrte Naturprodukt von der Wabe ins Glas kommt. Lüftet mit mir ein paar Geheimnisse rund um das flüssige Gold!


Es ist Ende Juli und drückend heiß, als ich die schmale Leiter auf ein Dach mitten in Hamburg erklimme. Oben angekommen habe ich einen herrlichen Blick über Winterhude. Unter mir befindet sich eine kleine Event-Location, dort hinten rauscht eine S-Bahn vorbei und gleich um die Ecke summt es ohne Unterlass. Hier wird noch bis zum Ende fleißig gearbeitet.


Doch gleich ist Erntezeit. Für die drei Imkerinnen von Rooftopf Honey ist es die erste Honigernte mit der eigenen Marke und somit sind sie wahrscheinlich mindestens so aufgeregt wie ich an diesem besonderen Tag. Stück für Stück entnehmen wir den schönen bunten Zargen die Rähmchen mit den Waben und verstauen sie sicher in unseren Transport-Zargen. Dabei achten wir genau darauf, dass sich beim Hereintragen keine Bienen mehr an ihnen befinden. Gar nicht so einfach, denn die Bienen hängen buchstäblich an ihrem Honig. Ich kann das gut verstehen!


Sobald alle Waben sicher drinnen verstaut sind, geht die eigentliche Arbeit los. Schon vormittags ist von den Imkerinnen das kleine Honigernten-Labor in einer riesigen Halle aufgebaut worden. Alles ist bereit für eine köstliche Ernte!



Zuerst werden die reifen Waben einzeln aus den Zargen genommen. Jede Wabe sieht wir ein eigenes kleines Kunstwerk aus. Kaum zu glauben, was die Natur so alles produzieren kann. Mit einer Entdecklungsgabel wird ganz vorsichtig die Wachsdeckelschicht auf jeder Wabe von vorne und hinten abgetragen. Dieses Wachs eignet sich später zum Beispiel hervorragend für Kerzen, Lippenpflege und Wachstücher.



Anschließend wandern die entdeckelten Waben in eine Honig-Schleuder, in die bis zu vier Rähmchen passen. Per Hand wird die Schleuder in Gang gesetzt und durch die Fliehkraft wird der Honig aus den Waben gedrückt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie lecker dieser frische Honig riecht. Ich hätte auf der Stelle alles aufessen können!



Jetzt sieht der Honig schon so aus, wie wir ihn kennen. Durch einen Ablasshahn gelangt das wunderbare Naturprodukt in einen Honigeimer direkt darunter. Damit auch die letzten Wachsteilchen herausgefiltert werden, lassen die Imkerinnen den Honig noch einmal durch ein feinporiges Nylonsieb laufen.



Für heute ist es damit vollbracht! Der Honigduft hängt schwer im Raum, die Honigeimer sind gefüllt und wir sind überglücklich. Die erste Ernte von Rooftopf Honey ist ein voller Erfolg! Ganze 35 Liter sind zusammengekommen. Was für fleißige Bienchen!


Jetzt muss der Honig noch ca. drei bis vier Tage stehen, bis sich kein Schaum mehr auf der Oberfläche bildet, der entnommen werden muss. Nach diesem Abschäum-Prozess kann der Honig endlich in die kleinen Gläschen und auf unseren Frühstückstisch wandern.



Vielen Dank für diesen fantastischen Einblick in eure Arbeit, liebes Rooftopf-Honey-Team. Es war ganz wunderbar mit euch über den Dächern Hamburgs!



Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Rooftopf Honey entstanden.